Über uns - Andree'sche Tischgesellschaft Münden zu Göttingen
Woher das Ganze?
Friedrich der Große führte 1830 in Eberswalde bei Berlin die forstliche Ausbildung für reitende Elite-Offiziere in Friedenszeiten ein. In Norddeutschland entstand 1868 in Hann. Münden an der Weser, inmitten von Edellaubholzwäldern, eine neue Forstakademie. Gleich ab den ersten Semester etablierte sich dort die Andree'sche Tischgesellschaft. Die Studenten trafen sich am Andreesberg nicht nur zum gemeinsamen Mittagessen. Sie verband hier noch einiges mehr. Sie kamen in einer Zeit ohne Autos aus Entfernungen von bis zu 1000 km, hatten oft schmale Mittel und wollten ein fröhliches, junges Studentenleben führen. Sie wollten aber auch mehr als nur Forst studieren, sie wollten ihren Horizont erweitern, ihr Profil entwickeln und als Individuen mit eigenem Denken und Verantwortung für die Gesellschaft aus der Masse heraustreten.
Die Absolventen der Akademie blieben als Alte Herren ihrer Verbindung treu, aber auch dem über das Studium hinausreichenden Gedanken des Netzwerks als Kern der Weiterbildung. Und so kamen sie und kommen auch heute jährlich zusammen, um sich über das Geschehen hinterm Horizont generationenübergreifend auszutauschen und die jungen Mitglieder zu unterstützen.
Sie stiftete sich dazu nach 45 Jahren in Münden ein eigenes Haus. Als 1970 die Forst an die Uni Göttingen zog, erwarb auch hier die Altherrenschaft ein Haus für ihre Aktivitas. Deutschland hat heute eine geringere Ausdehnung und die Studenten sind oft motorisiert. Der Kerngedanke ist jedoch wichtiger den je. Eine Altherrenschaft bietet über die nationalen, fachlichen und universitären Grenzen hinaus den Aktiven die Möglichkeit der Horizonterweiterung und Persönlichkeitsbildung.
Und ein Leben lang bleibt man Teil eines bereichernden und bewegenden Netzwerks, das freies Denken, die Befähigung zu Verantwortungsübernahme und Toleranz als verbindende Elemente auszeichnet. Diese "Nachhaltigkeit" pflegen wir in unserer ATG auch mit etlichen Nicht-Förstern und einigen Nicht-Jägern.



